Unterrichtskonzepte

In einer positiven, anregenden Arbeits-und Lernatmosphäre fördern und fordern wir alle Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Fähigkeiten und in ihrer Sozialkompetenz. Wir möchten Neugierde und Freude am Lernen wecken.

Sprachenangebot

Seit dem Schuljahr 2016/17 wird an unserer Schule Spanisch als zweite Fremdsprache ab der Klasse 6 angeboten. Damit können die Schüler zwischen Latein, Französisch und Spanisch wählen.

Dieses erweiterte Sprachenangebot entspricht unserem Verständnis einer individuellen Förderung unserer Schülerinnen und Schüler. Es freut uns, dass Spanisch ab der Klasse 6 ein weiterer Baustein in unserem breiten Differenzierungsangebot ist. Jeder Schüler kann – je nach individuellen Neigungen und Bedürfnissen – im Verlauf seiner Laufbahn an unserer Schule individuelle Schwerpunkte setzen.

Selbstverständlich kann das Fach Spanisch auch weiterhin im Wahlpflichtbereich II der Jahrgangsstufe 8 sowie als neueinsetzende Fremdsprache in der E-Phase, dem Einführungsjahr der Oberstufe, gewählt werden.

Das Sprachenangebot im Bereich der fortgeführten Fremdsprachen in der Sekundarstufe II ist durch eine Neuerung im Fach Latein gewachsen.

Seit dem Schuljahr 2014/15 haben die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit auch das Fach Latein neben Französisch und Spanisch als verlässlichen Grundkurs bis zum Abitur fortzuführen. Im Schuljahr 2015/2016 haben erstmals Schüler und Schülerinnen auch im Fach Latein Abiturprüfungen an unserer Schule ablegt.

Insgesamt wird somit die Wahlmöglichkeit und die Schwerpunktbildung bei der Kurswahl in der Oberstufe erweitert. Moderne und antike Sprachen werden den unterschiedlichen Interessen der Schüler und Schülerinnen gerecht und bieten ein vielfältiges Angebot für eine vielfältige Schule.

Doppelstundenmodell

Das Doppelstundenmodell am Leibniz-Gymnasium sieht vor, dass an einem Schulvormittag nach Möglichkeit nicht mehr als vier verschiedene Unterrichtsfächer angeboten werden sollen. Mit diesem Modell erhöhen wir die effektive Lernzeit und erreichen einen entspannteren Ablauf des Schulalltags. Der Einsatz schüler- und projektorientierter Methoden wird gefördert. Zudem erleichtert das Modell die Schultaschen besonders der jüngeren Jahrgänge. Einzelstunden gibt es in der Regel nur dort, wo es sinnvoll ist, z.B. im Bereich des Fremdsprachenunterrichts. Hier ist es gerade am Anfang wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler eine Fremdsprache möglichst oft über die Woche verteilt lernen.

Unsere Unterrichtszeiten

1. Einheit:08.00 bis 09.30
2. Einheit:09.55 bis 11.25
3. Einheit:11.50 bis 13.20
Mittagspause
4. Einheit:13.50 bis 15.20

Die Pausen zwischen den Einheiten dauern 25 Minuten. Innerhalb der Einheiten fallen die 5-Minuten-Pausen weg. Selbstverständlich hat jede Lerngruppe die Möglichkeit, auch innerhalb der Unterrichtseinheiten eine Pause zu machen. Es gibt aber keine Gongzeichen, die einen produktiven Lernprozess unterbrechen könnten.

Projektkurse

Seit einigen Jahren können Schulen in Nordrhein-Westfalen in der Oberstufe sogenannte Projektkurse anbieten. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, einen Projektkurs zu wählen, den sie dann in zwei aufeinanderfolgenden Halbjahren belegen. Die Note fließt bei der Berechnung der Gesamtqualifikation in die Abiturnote ein. Eines der wichtigsten Ziele ist es, den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern die weitgehend selbstständige und eigenverantwortliche Arbeit an komplexen Projekten zu ermöglichen.

Folgende Projektkurse konnten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule bisher belegen:

2016/17

„Leibniz trifft …“

Expressionismus – Literatur, Kunst, Architektur, Film und Musik

Schulgarten

2017/18

„Leibniz trifft …“

Schulgarten

Jugend forscht

2018/19

Mathtube

Jung und Alt

„Leibniz trifft …“

Leibnizstunde

Die Leibnizstunde als 14-tägige Doppelstunde in Jahrgangsstufe 5 ist als ein Baustein in diesem Kontext zu verstehen. Im Moment gibt es die Angebote Sport, Naturwissenschaften-Experimentieren (in Kooperation mit dem Chemie-Unternehmen INEOS in Köln), Schulgarten und Informatik, in die sich unsere Schülerinnen und Schülern klassenübergreifend einwählen können.

Hier gibt es weitere Informationen zur Leibnizstunde.

Methodentraining

„Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag.

Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

(Konfuzius)


Unter diesem Motto steht das „Lernen lernen“ am Leibniz-Gymnasium Dormagen. Wir Lehrerinnen und Lehrer haben ein Methodenkonzept für die Sekundarstufe I entwickelt, das unsere Schülerinnen und Schüler als eigenständige Lerner agieren lässt, indem wir das Methodenwissen aus der Grundschule aufgreifen, erweitern und vernetzen.

Die Schülerinnen und Schüler stärken ihre Selbstkompetenz und ihr Selbstvertrauen, da sie in einer Extra-„Methodenstunde“ in Klasse 5 grundlegende Methodenkompetenzen aufbauen und vertiefen. Ein ganzes Schuljahr lang werden in dieser Zusatzstunde grundlegende überfachliche Kompetenzen wie Selbst- und Lernorganisation, Lesekompetenz, Informationsverarbeitung, Präsentations- , Medien- und Sozialkompetenz geschult.

Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie man z.B. eine gute Mind-map anlegt, erfolgreich Vokabeln lernt, ein Heft oder einen Ringordner ordentlich führt, einen Überblick über die eigene Arbeitsplatzorganisation behält oder Klassenarbeiten und Tests sinnvoll vorbereitet.

Darüber hinaus haben alle Fachschaften sogenannte „Methodenbausteine“ für die Sekundarstufe I erarbeitet, die im Fachunterricht eingeführt werden. Unterschiedliche Basismodule, wie z.B. „Eine Umfrage durchführen“ (Politik) oder „Diagramme zeichnen“ (Erdkunde) oder „Bildbeschreibung“ (Kunst) werden federführend fachgebunden in jeder Jahrgangsstufe eingeführt. So entsteht ein spiralförmiger Methodenkatalog, der sowohl die Lehrerinnen und Lehrer beim Unterrichten, als auch die Schülerinnen und Schüler beim Aufbau ihrer eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen unterstützt.

In der Mittelstufe wird das Methodencurriculum der fachgebundenen Basismodule ergänzt durch eine weitere Zusatzstunde, in der die Schülerinnen und Schüler lernen, computergestützte Präsentationen zu erstellen und vorzuführen.

Auch in der Sekundarstufe II werden die Methodenkompetenzen weiter aufgegriffen und vertieft, z.B. bei der Begleitung des wissenschaftspropädeutischen Arbeitens im Rahmen der Erstellung einer Facharbeit in der Oberstufe. Hierzu führt das LGD einen separaten Methodentag durch.

DaZ

Seit Anfang 2017 besuchen einige Schülerinnen und Schüler die DaZ-Klasse des Leibniz-Gymnasiums. Sie befinden sich auf sehr unterschiedlichen Sprachniveaus (von fehlender Schriftsprache bis zum geübten Umgang mit dem Deutschen), was individuelle Lernarrangements erforderlich macht. Daher arbeiten die Schülerinnen und Schüler überwiegend selbstständig mit Wochenplänen und an unterschiedlichen Schwerpunkten. Um diesem Arbeiten gerecht zu werden, sind nach Möglichkeit entweder zwei Lehrpersonen vertreten oder die Lehrperson wird von einem Oberstufenschüler/einer Oberstufenschülerin als Lernhelfer unterstützt. Diese erhalten für ihr Engagement Leibniz-aktiv-Stunden.

Die DaZ-Schülerinnen und -Schüler verbringen zunächst die meiste Zeit in der internationalen Klasse und werden neben dem DaZ-Unterricht schrittweise in Regelklassen integriert.

Den Mittelpunkt des Unterrichts bildet selbstverständlich die Vermittlung der deutschen Sprache, jedoch stehen auch Mathematik, Englisch und Landeskunde für die DaZ-Klasse auf dem Stundenplan, um den später erfolgenden Übergang in die Regelklassen zu ermöglichen.

Exkursionen in die Umgebung (z.B. Tannenbusch, Kölner Dom) sind ein zentraler pädagogischer Baustein. Durch diese sollen sich die DaZ-Kinder sowohl in ihrer neuen Lebenswelt orientieren können als auch unsere kulturellen Besonderheiten kennenlernen. Darüber hinaus nehmen die Schülerinnen und Schüler an allen Ausflügen und Veranstaltungen ihrer Regelklassen teil, um die Integration und das Miteinander zu stärken.

Von Anfang an wurden die neuen Schülerinnen und Schüler von der gesamten Schulgemeinschaft positiv aufgenommen. In diesem Zusammenhang zeigt sich immer wieder ein hohes Maß an sozialer Verantwortung unserer anderen LGD-Schülerinnen und -Schüler, insbesondere bei der Integration der DaZ-Kinder in die Regelklassen.